Praxis für Zahnheilkunde

Dr. med. dent.
Anna-Maria Schlösser

Dr. med. dent.
Thomas Schlösser

Auf der Worth 5
30989 Gehrden


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Die Diagnose einer CMD

Die klinische CMD- Diagnostik zielt darauf hin, anhand der speziellen Krankengeschichte und einer ausführlichen Untersuchung den funktionellen Zustand und das Zusammenwirken von Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenken zuerkennen. Hier werden ohne aufwändige technische Messinstrumente über das Gespräch und verschiedene körperliche Untersuchungen Befunde gesammelt.

Die Diagnostik im Einzelnen

Beginnend mit dem Abtasten der Kaumuskulatur wird weiterhin auf Veränderungen an Zähnen (z. B. Schliffspuren und Abrieb) und der umgebenen Gewebe geachtet. Dem Auftreten von Gelenkgeräuschen (Kiefergelenkknacken, ggf. auch Reiben) wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Aufzeichnung der Weite und der Verlaufsbahn der Mundöffnung geben ebenso wichtige Anhaltspunkte, ob ein CMD vorliegt. Das gleiche gilt für sogenannte Unterkieferdynamik, sprich: Die Bewegung des Unterkiefers zu beiden Seiten. Dabei wird sowohl auf Bewegungseinschränkungen, als auch auf Zahnkontakte geachtet, die das gleichmäßige Zusammenspiel von Ober- und Unterkieferzahnreihen stören. Spezielle muskuläre Funktionstests geben weitere Hinweise auf das Vorliegen einer Cranio-Mandibulären Dysfunktion (CMD).

Aus der Summe der zusammengetragenen Befunde lässt sich die Initialdiagnose der CMD bereits ableiten. Zur Überprüfung und zur weiteren Verfeinerung der Diagnostik besteht die Möglichkeit der instrumentellen CMD-Funktionsdiagnostik. Bei Befunden, die in andere Fachgebiete weisen, wie z. B. die Orthopädie oder die HNO-Heilkunde, ist eine konsiliarische Diagnostik sinnvoll.

Konsiliarische CMD-Diagnostik

Die Cranio-Mandibuläre Dysfunktion ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, sodass oft auch die Bereiche anderer Fachgebiete betroffen sind. Meist gibt schon die klinische Funktionsanalyse Hinweise.

Ärzte für Orthopädie mit entsprechender Qualifikation helfen bei der Beurteilung und Behandlung von Faktoren im Bereich der Haltung und der Funktion des Halteapparates und der Wirbelsäule, die eine Funktionsstörung der Kiefergelenke hervorrufen und unterhalten können.

Zusätzliche Informationen zur CMD erhalten wir aus der bildgebenden Diagnostik. Die gängige Röntgendiagnostik erlaubt nur die Beurteilung knöchernen Strukturen. Die hier besonders interessante Darstellung des aus Knorpel bestehenden Diskus des Kiefergelenks ermöglicht die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT). Diese aufwändige Untersuchungstechnik erfolgt in der Fachpraxis und ist besonderen Indikationen vorbehalten.

Die Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Osteopathen ist eine wertvolle Ergänzung der Therapie und gibt zusätzliche Informationen über den Zustand des Bewegungsapparats mit Muskulatur, Bindegewebe und Sehnen bis hin zu vorliegenden Blockaden.

Wegen des umfassenden Beschwerdebildes der CMD ist die Zusammenarbeit mit den übergreifenden Fachbereichen oft der Schlüssel zur Verbesserung des Behandlungsergebnisses.

In unserer Praxis stützen wir uns auf das langjährig bewährte Diagnose- und Behandlungskonzept nach Prof. H. Jakstat und Dr. M. O. Ahlers. Weitere Informationen zum Thema CMD sind unter der Internetadresse www.funktionsdiagnostik.de zu finden.

Hinweis: Informationen zur entsprechenden medizinischen Fachgesellschaft finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie (DGFDT) in der Deutschen Gesellschaft für Zahn- Mund und Kieferheilkunde (DGZMK).